Wenn kleine Dinge plötzlich groß werden: Ihr Frühwarnsystem meldet sich.
Später Abend, zu Hause. Eine kurze E-Mail an das Team, aber ein Detail im letzten Protokoll fühlt sich plötzlich nicht richtig an. Sie merken, wie Ärger hochsteigt und die Antwort schärfer wird, als beabsichtigt. Dann der Gedanke: Das bin nicht ich. Was ist hier gerade los?
Gereiztheit zeigt sich oft früher als Erschöpfung. Der Ton wird kürzer, Details wirken überproportional, der Geduldsfaden wird dünner.
Das ist ein Frühwarnsignal für sinkende Entscheidungsqualität und wachsende Konfliktanfälligkeit.
Gut daran ist: Wir sehen das Problem, bevor es teuer wird.
Dazu hat Organisationspsychologe Nick Petrie viel zu sagen: „Die ersten Zeichen von Überlastung liegen im Mikro-Verhalten und werden im Alltag leicht übersehen.”
In Hochlastphasen kippt zuerst der Ton, dann die Qualität.
Diese Zeichen sind beobachtbar, beeinflussbar und bieten einen klaren Einstieg in Selbstführung.
Wo das den Unterschied macht:
• Teamgespräche, wenn Kleinigkeiten überproportional triggern
• Hochlastphasen, wenn die Zündschnur spürbar kürzer ist
• und vielleicht auch zu Hause?
60-Sekunden-Check, wenn die Stimmung kippt:
Stoppen – Atmen – Ausrichten – Handeln.
• Selbst-Check: Wie gereizt bin ich gerade? (Skala 0–10)
• Regulation: aufstehen, Schultern lösen, langsam ausatmen
• Fokus: Ziel der Situation? größtes Risiko? persönliche Grenze?
• Dann reagieren oder gezielt vertagen
Beobachten Sie: Wird Ihr Ton ruhiger? Ihre Entscheidung klarer? Das Gespräch konstruktiver?
Eine Frage an Sie: Wo haben Sie Gereiztheit zuletzt bemerkt und was wäre Ihr nächster 1-%-Schritt, um früher gegenzusteuern?
01.11.2025
- Individuelles Coaching
- Resilienz & Gelassenheit
Gereiztheit ist kein Charakterzug.
Wenn kleine Dinge plötzlich groß werden: Ihr Frühwarnsystem meldet sich.
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